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Projektvorstellung
Wald:Stadt Mueßer Holz
Modellvorhaben im ExWoSt-Forschungsprogramm „Stadtquartiere im Umbruch“

Rückbau von Kindergärten und Schulen

 


Kostenentwicklung der technsichen Infrastruktur

 

Dokumentation der Workshops

Auftraggeberin:
Stadt Schwerin

Auftragnehmer:
BPW Hamburg in Kooperation mit BiP, Berlin, und Prof. Koziol, BTU Cottbus

Bearbeitung (BPW Hamburg):
Elke Pahl-Weber, Nicoletta Rehsöft

Geschäftsfeld und Bearbeitungszeitraum:
Stadtforschung / seit 2006 in Bearbeitung

Aufgabenstellung:
Das Forschungsprogramm Stadtquartiere im Umbruch des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) beschäftigt sich mit dem Rückbau kommunaler Infrastruktur und der Rückgewinnung städtischer Freiräume. Ziel dabei ist, aus innovativen Modellvorhaben Hinweise für zukunftssichernde Strategien für von Bevölkerungsverlusten und hohen Leerständen betroffene Stadtteile zu erhalten (weitere Informationen unter www.bbr.de).

Die Schweriner Großsiedlung Mueßer Holz - derzeit mit rund 9.500 Wohneinheiten und 12.000 Einwohnern der größte Wohnstandort der Stadt - ist von solchen Schrumpfungsprozessen betroffen. Im Gegensatz zu anderen Stadtteilen konnte hier der Abwärtstrend der Bevölkerungsentwicklung bislang nicht gestoppt werden. Trotz überdurchschnittlichen Wohnungsleerstandes blieb das Rückbauvolumen sowohl absolut als auch relativ zum Gesamtbestand hinter vergleichbaren Umbaumaßnahmen benachbarter Quartiere zurück. Eine wesentliche Ursache für diese Entwicklung sind die heterogenen Eigentumsverhältnisse, weshalb nennenswerte Fortschritte zur Stabilisierung des Stadtteils von einem intensiven Kommunikations- und Kooperationsprozess der beteiligten Wohnungseigentümer abhängen.

Bearbeitungsmethodik:
Mueßer Holz fungiert als „städtebauliches Labor“.
Ziel dabei ist es, Bausteine für eine Prozessgestaltung notwendiger Rückbaumaßnahmen zu erhalten. Im Mittelpunkt steht eine effiziente Anpassung der technischen und sozialen Infrastrukturen sowie eine Aufwertung der neu entstehenden Freiflächen. In moderierten Workshops mit der Stadt, Verwaltern, Eigentümern und lokalen Akteuren wurden gemeinsam Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Stadtteils diskutiert. Zudem werden in Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus Szenarien zur Entwicklung der technischen Infrastruktur entwickelt, die auf das Problem deutlicher Kostensteigerungen aufmerksam machen, sofern kein flächenhafter Rückbau gelingen sollte. In einer Bewohnerbefragung sollen Möglichkeiten zur Etablierung von neuen, gartenbezogenen Wohnangeboten auf leergefallenen Flächen ausgelotet werden, um eine Stabilisierung des Quartiers einzuleiten.